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Vertrauen in Wissenschaft - öffentliche Abendveranstaltung
Informiertes Vertrauen in Wissenschaft: Das Konzept und eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren Pandemie.
Rainer Bromme, Universität Münster

Nach dem Ausbruch der Covid 19 Pandemie haben Surveys in vielen Ländern einen Anstieg des öffentlichen Vertrauens in Wissenschaft gezeigt. Ist der Anstieg des Wissenschaftsvertrauens nachhaltig? Um eine empirische Antwort zu finden, braucht man auch eine theoretische Idee darüber, wie Wissenschaftsvertrauen von Bürger:innen aussehen könnte, das nicht oberflächlich, nicht bloß ein Strohhalm ist.
Forschung und Praxis der Wissenschaftskommunikation wie der Bildungspraxis (allgemeinbildendes Schulsystem wie auch Hochschule) benötigen eine Konzeption von wünschenswertem Wissenschaftsvertrauen. Diese muss normativ gut begründet und zugleich machbar sein. Mit machbar ist gemeint, dass es keine Utopie sein sollte, sondern an den psychologischen und sozialen Bedingungen der Begegnung von Bürger:Innen mit Wissenschaft orientiert sein soll.
In dem Vortrag wird das Konzept des informierten Vertrauens vorgestellt. Ausgangspunkte ist eine empirische Analyse der Veränderungen der Haltungen zu Wissenschaft im Zuge der COVID 19 Pandemie (u.a. gemessen im deutschen Wissenschaftsbarometer). Die Pandemie dient als Beispiel, um die Bedingungen und die Hindernisse von informiertem Vertrauen in Wissenschaft vorzustellen. Der Umgang mit vermeintlichen oder tatsächlichen Kontroversen in der Wissenschaft und das Verhältnis von Wissenschaft und Politik werden diskutiert.
Die vorgetragenen Beobachtungen und Befunde zu den Bedingungen des Wissenschaftsvertrauens sind zugleich eine Zwischenbilanz zu den Herausforderungen an die Wissenschaftskommunikation nach zwei Jahren Pandemie.
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Speakers

Sen.-Prof. Dr. Rainer Bromme
@Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Rainer Bromme ist Seniorprofessor am Institut für Psychologie der Universität Münster. Zuvor hatte er die Professur für Pädagogische Psychologie in diesem Institut. Seine Forschungsschwerpunkte sind 'Vertrauen in Wissenschaft', 'Wissenschaftsverständnis und Wissenschaftskommunikation', und 'Experten-Laien Kommunikation'. Die empirischen Arbeiten haben einen Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung von Bürgern mit Wissenschaft in digitalen Kontexten und vorrangig geht es dabei um Wissenschaft im Bereich der MINT Fächer und der Medizin. Er war Sprecher des DFG Schwerpunktprogramms 'Wissenschaft und Öffentlichkeit- Das Verständnis konfligierender Evidenz' (2009-2016) und ist Mitglied des DFG Graduiertenkollegs 'Vertrauen und Kommunikation in der digitalen Welt' an der Universität Münster.